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2009-11-21

WAS IST KUNST!?

Was ist eigentlich Kunst!? Was soll denn das ganze Trara, wen interessiert denn der Bockmist!? Zu wieviel Prozent besteh ich selber und mein Nachbar aus Bockmist!? Und WAS ist eigentlich Bockmist!?

Teilt uns eure Meinung mit! Einfach an robintreier@gmx.de oder via Facebook.
Wir kucken mal nach was andere Koepfe noch so dachten/denken/denken werden und wollen euch hierbei natuerlich herzlichst nicht ausschliessen :)

Und - ich katapultiers einfach mal daher - immer dran denken was der gute Herr Nils Bohr meinte:

"the opposite to a falsehood is a fact, but the opposite to a profound truth may very well be ANOTHER profound truth"

Also nich zoegern SUBJEKTIVITAET ist alles was wir haben - jeder Einzelne von uns - und hoechstes Gut, es geht nich um RICHTIG, noch weniger um FALSCH! Es geht drum zu KATAPULTIEREN!
Die heuchelnde Sirenen-Dirne OBJEKTIVITAET geht das hier nix an, die is nich eingeladen zu dem Freuden-Fest, die soll sich in ihrem Palast von ihren Juengern die versteckten Koerperteile enthaaren lassen.

In diesem Sinne froehliches katapultieren! Und ein tollen Samstag euch allen auf einer der vielen grossartigen Parties die heute Nacht anstehn!

Eure Katapulte!

Dada-Gladiator KURT SCHWITTERS fiel dazu folgendes ein:

"Was Kunst ist, wissen Sie ebensogut wie ich, es ist nichts weiter als Rhythmus. Wenn das aber wahr ist, so beschwer ich mich nicht mit Imitation oder mit Seele, sondern gebe schlicht und einfach Rhythmus mit jedem beliebigen Material, Straßenbahnfahrscheinen, Ölfarbe, Holzklötze, ja da staunen Sie Bauklötze, oder mit dem Wort in der Dichtung, dem Ton in der Musik, oder wie Sie wollen. Darum sehen Sie sich nicht das Material an, denn das ist unwesentlich. Suchen Sie nicht versteckt irgendeine Imitation von Natur, fragen Sie nicht nach Seelenstimmungen, sondern suchen Sie trotz des ungewöhnlichen Materials, den Rhythmus in Form und Farbe zu erkennen. Mit Bolschewismus hat das ebensowenig zu tun wie der moderne Bubikopf. Dafür ist es die Essenz aller Kunst, das heißt, jedes Kunstwerk aller Zeiten mußte diese primäre Forderung erfüllen, Rhythmus zu sein, sonst war es nicht Kunst."

2009-08-26

A PRINCE AMONG KATAPULTS: JIM JARMUSCH


Es gibt Menschen, deren Gedanken mir immer wieder ueber den Weg laufen - manchmal im echten leben, manchmal in Form von Geschriebenem, Gefilmtem oder Gesprochenem - wer kennt es nicht. Im besonderen sind es diejenigen, die es auffaellig oft schaffen, mich tief zu beruheren und zu befluegeln. Einer von diesen ist auf jedem Fall JIM JARMUSCH.

Ich moechte nicht sagen "die Philosophie hinter seinem Werk...", sondern: die persoehnliche Philosophie die es ihm moeglich machte, seine Energie zu benutzen, um seine Visionen zu verwirklichen, ist schlichtweg wundervoll. Der Versuch seine nicht Energie an die endlosen Geplaenkel und die ewigen Kommentare von Dritte und Vierten, am Rande des Schlachtfeldes, eines jeden kreativen Prozesses, zu verschwenden.
Folgend, 2 meiner liebsten Beispiele, die mich nachhaltig tief praegten und ueber die ich - hoffentlich - nie aufhoeren kann nachzudenken.

Die Freiheit des Schaffens, Nietzsche's Unschuld des Werdens, "wer glaubt zu sein hoert auf zu werden" oder: Menschen muessen einfach kommentieren, applaudieren oder "Buh!" rufen. Das sollte natuerlich sein und am Ende kommt sicherlich kaum ein Kuenstler, welcher Ausrichtung auch immer, ohne Feedback aus.
Doch eine der groessten persoehnlichen Einsichten oder Erloesungen - und Herrausforderungen - ist es wohl, zu begreifen, dass das Feedback und der Gossip nie Einfluss auf den unschuldigen Keim einer jeden Idee haben sollten! Kommentare koennen nie ueber den Wert eines Werkes bestimmen, genauso wenig wie der Kuenstler selbst absehen kann, zu welcher Groesse und Manigfaltigkeit, sich das Gewaechs seiner Gedanken, durch eine Interpretation des Betrachters, aufschwingen kann - oder es moeglich ist einen Waldbrand mit nichts weiter als einem Schraubenzieher zu loeschen.

Hier viel weniger Worte, aus einem erfahrenerem und bestimmt faehigerem Mund und Kopf als meinem :)


Ein schwarz-weiss Kurzfilm, von Adam Bhala Lough - u.A. Regisseur des sehenswerten Films "Bomb The System" (2002). Untermalt von einem wundervollen Monolog von Jim Jarmusch, zu seiner Arbeit, sieht man schoene Bilder, die Hinter den Kulissen der Farmhouse Szene, aus Jim Jarmuschs Film "Broken Flowers" (2005), eingefangen wurden.

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